Burrata -der Edelmozzarella aus Apulien

Passend zum Teil 1 meines Gardasee Berichtes den ihr hier findet, schreibe ich euch heute über eins meiner italienischen Lieblingsköstlichkeiten –der Burrata. Er stammt zwar ursprünglich nicht aus der Gegend um Gardasee sondern aus Apulien, aber dennoch verkörpert diese Frischkäseart für mich den Geschmacks Italiens pur!

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Langsam erobert diese Spezialität auch unsere deutschen Käsetheken und findet sich auch zunehmend auf Speisekarten italienischer Spitzenrestaurants wieder. Auf den ersten Blick ähnelt der Burrata dem bei uns im Lande mehr bekannten Mozzarella und die Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr –der Burrata entstand in den fünfziger Jahren und das eigentlich durch einen Zufall: weil ein starker Schneesturm in Apulien den gesamten Sahnetransport verhinderte, versuchten die Bauern die Sahne länger haltbar zu machen und füllten diese zur Konservierung in Mozzarella Säckchen. So wurde die kleine Köstlichkeit mit einem himmlischen cremigen Kern aus Sahne geboren.

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Somit wird der Burrata, ebenso wie der Mozzarella, nach dem Filata-Verfahren hergestellt, dabei wird der gebrühte Käsebruch geknetet und gezogen bis eine elastische Konsistenz entsteht. Heute bekommt der Burrata eine Füllung aus Sahne und Butter. Anschließend wird er wie ein Säckchen verknotet und in Salzlacke bis zum verzehr gelagert.

Bei Eataly kann man durch Glasscheiben bei der Burrataherstellung zuschauen

Schneidet man den Burrata auf, fließt aus dem Inneren eine sahnig-cremige Frischkäsemasse die auf der Zunge regelrecht zergeht. Der Geschmack ist sehr mild und buttrig –wahrscheinlich stammt daher auch der Name. Burrata bedeutet auf italienisch nämlich soviel wie „gebuttert“. Erstaunlicherweise ist der Burrata trotz der Füllung mit 44% Fettanteil magerer als der Büffelmozzarella mit 50% Fett.

Ich liebe diese italienische Köstlichkeit und die Vielfalt mit der man diese zubereiten kann. ❤

Am liebsten esse ich Burrata in der traditionellen Caprese Variante mit reifen Tomaten, Olivenöl, Fleur de Sal, etwas frisch gemahlenen Pfeffer, einem Schuss 7 Jährigen Aceto Balsamico (hat eine herrlich cremige Konsistenz) und etwas Bauernbrot. Eine wirklich Hervorragende Vorspeise!

IMG_0690Caprese Variante mit Tomaten, Öl und Balsamico

Eine Variante mit frischem Basilikum und angerösteten Pinienkernen gibt dem Ganzen etwas Raffinesse.

Als Hauptgang kann man Burrata auch wunderbar mit frischer Pasta servieren. Einfach den Burrata mit den Fingern auseinanderzupfen und unter die heißen Nudeln mischen und mit ein Paar frischen Kräutern und einem Schuss Olivenöl verfeinern.

img_6699Burrata mit frischer Pasta und grünen Spargel

Bei Eataly, einen Bericht von mir über diesen erfolgreichen italienischen Feinkosttempel findet ihr hier, habe ich zum einen eine Variante mit feinsten Rindertatar, Rucola und getrockneten Tomaten probiert

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und zum anderen eine Variante mit weißen Spargel, Sauce Hollandaise und San-Daniele-Schinken –beide Gerichte sind ein Gedicht!!!

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Im Internet findet man ebenfalls zahlreiche Rezepte für Burrata Desserts, z.B. mit Beeren, Eiscreme und Honig. Diese habe ich zwar noch nicht ausprobiert, stehen aber längst auf meiner „Taste it Liste“ -ich werde euch berichten sobald ich mich durchprobiert habe! 😉

Da Burrata stets Frisch hergestellt werden muss und langes Lagern nicht so gut verträgt, ist es allerdings nicht leicht diesen bei uns in Deutschland zu bekommen. Am ehesten findet man diesen in italienischen Feinkostläden mit etwas Glück auch bei spezialisierten Wochenmärkten. Auch Online kann man diesen direkt aus der Heimat Apulien liefern lassen z.B. hier bei  gustini . Beim Feinkostriesen Eataly in München, wird der Burrata selber hergestellt, da decke ich mich stets mit einem kleinen Vorrat der italienischen, weißen, mini-Kugeln ein.

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Wer von euch hat Burrata bereits probiert und wie schmeckt er euch?

Liebe Grüße,

Magdalena

 


3 Gedanken zu “Burrata -der Edelmozzarella aus Apulien

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